Was auf Instagram anders läuft als auf Facebook
Die Zielgruppen überschneiden sich, die Formate nicht. Auf Facebook funktioniert ein statisches Bild mit langem Text noch. In Reels entscheidet die erste Sekunde, und zwar ohne Ton, weil viele Menschen stummgeschaltet scrollen.
Hochformat ist keine Option mehr, sondern Voraussetzung. Ein quadratisches Video in einer Reels-Platzierung verschenkt ein Drittel der Fläche und wird entsprechend seltener ausgespielt.
Instagram allein buchen ist meistens eine schlechte Idee
Die Frage kommt in fast jedem Erstgespräch: Können wir nur auf Instagram werben? Technisch ja. Sinnvoll selten.
In einem Markt wie Österreich sind die Zielgruppen ohnehin klein. Wer die Platzierungen zusätzlich auf Instagram einschränkt, zahlt für dieselben Menschen mehr und erreicht sie schneller zu oft. Meine Empfehlung lautet fast immer: Auslieferung offen lassen, dafür die Creatives pro Platzierung richtig bauen. Wenn nach vier Wochen die Daten zeigen, dass Instagram trägt und Facebook nicht, kann man immer noch einschränken. Umgekehrt kommt man schwerer zurück.
Creator-Anzeigen sind der unterschätzte Hebel
Partnership Ads, früher Branded Content Ads, laufen über den Account der Creatorin oder des Creators statt über den Markenaccount. Das verändert die Wahrnehmung in der ersten Sekunde, und die erste Sekunde ist auf Instagram alles.
Dafür braucht es keinen großen Influencer-Etat. Ein Kunde mit ein paar echten Nutzerinnen, die ihr Produkt ohnehin zeigen, reicht meistens. Der Aufwand liegt in den Freigaben, nicht im Budget.
Woran ich in einem Instagram-Konto zuerst schaue
- 01Wie viel Budget tatsächlich in Reels landet und was es dort kostet, verglichen mit Feed und Stories.
- 02Wie viele Creatives im letzten Monat wirklich neu waren. Neue Textvariante zählt nicht.
- 03Ob die Videos für Hochformat gebaut wurden oder nur zugeschnitten.
- 04Ob die Frequenz in der Hauptzielgruppe schon in einem Bereich liegt, in dem der Preis pro Ergebnis zwangsläufig steigt.
- 05Ob das gemessene Ergebnis überhaupt das ist, womit das Unternehmen Geld verdient.
Das Versprechen, das ihr überprüfen könnt
In der ersten Woche sage ich euch, ob euer Konto ein Creative-Problem, ein Strukturproblem oder ein Tracking-Problem hat. Nicht alle drei gleichzeitig, weil das nur eine höfliche Umschreibung für "keine Ahnung" wäre.
Mehr zur gemeinsamen Steuerung von Facebook und Instagram steht auf der Seite Meta Ads Freelancer Wien.
Die übergreifende Paid Social Betreuung steht auf der Seite Paid Social Freelancer Wien.
Für Österreich, Deutschland und die Schweiz gibt es die Seite Performance Marketing Freelancer DACH.
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